Heute sollte es soweit sein, nur tatsächlich wußte ich das nicht wirklich.

Wir waren zwischen den Jahren einen Tag in München im Innside Hotel. Hatte Emre vorher alles gebucht, wir hatten ein mega riesen großes Zimmer, im letzten Stockwerk, der Raum war im Prinzip fast komplett verglast :-) .
Weil wir möglichs viel Zeit in der Innenstadt verbringen wollten, sind wir auch ohne uns lange aufzuhalten, gleich losgefahren. Am Stachus haben wir auch gleich den ersten Stop an der Eisbahn eingelegt, um uns einen Glühwein mit Schuss zu gönnen. Es mußte ja keiner von uns fahren, dank der U-Bahn :-) . War richtig lecker. Dann haben wir uns fast die Füße platt gelaufen, weil es in München ja so viel zu gucken gibt. Unser nächstes Ziel, nach einem “Immer-dabei-Digi-Kam”-Einkauf, war das Isartor. Dort gibt es nämlich die größte Feuerzangenbowle der Welt. Nach 2 FZB’s, waren wir schon leicht betüttelt und sind zurück ins Hotel gefahren, weil wir im Olympia-Turm essen gehen wollten (das 360° pendant zu Istanbul, nur drehend).

Im Zimmer angekommen meinte Emre noch zu mir, dass er nochmal schnell zur Rezeption gehen muss, um zu fragen, wie  man doch am besten zum Olympiaturm kommt. Ich dachte mir noch, dass er das ja eigentlich auch ca. 2 Minuten vorher hätte machen können, aber ich war damit einverstanden. In dieser Zeit hab’ ich mich auf das große Bett geworfen und hab’ mir auf einmal gedacht, dass er irgendwie jetzt schon länger weg ist. Im gleichen Moment habe ich überlegt, dass ich  mir am besten gar nichts mehr denke und einfach nur entspanne…
Dann ging die Tür auf und ich hab’ Sektgläser klingen gehört, habe dann Emre gerufen und bin im entgegen gegangen. Zu diesem Zeitpunkt hatte ich schon Herzklopfen, dachte mir jetzt geht’s irgendwie los. Dann hat mir Emre seine Hände gegeben, die wirklich warm und geschwitzt waren, mein Herzklopfen wurde noch krasser und ich glaube, ich habe auch schon gleich losgeweint.  Er meinte noch, dass er gar kein organisationstalent hat und auch nicht romantisch wäre – was ich überhaupt nicht bestätigen kann – und ging dann auf die Knie und hat mich gefragt “Katrin, willst du meine Frau werden”, ich bin ihm dann nur noch um den Hals gefallen und hab’ noch mehr geheult, als am Anfang. Natürlich habe ich JAAAA gesagt. .. und dann haben wir noch ein ganz tolles Lied gehört.
Es hat sich angefühlt, als würden wir fliegen und überall hat es gekribbelt und die Welt ist für einen kleinen Moment für uns irgendwie stehen geblieben. Das war ja sooo schön :-)