gestern haben wir unseren Ausflug nach Istanbul gemacht. Unser direktes Ziel war gleich Taksim, einer der bekanntesten Plätze mitten in Istanbul. Wir haben ihn auch auf Anhieb ohne Stadtkarte und TomTom gefunden, aber dafür mit KatrinKatrin. Mittlerweile kennen wir uns wirklich schon sehr gut aus, wir wissen z.B. ganz genau, wo es frische Blumen zu kaufen gibt – gibt es nämlich nicht oft in der Türkei, Perrücken finden wir auch sofort in allen Farben und Formen, sowie eine komplette Tauchausrüstung, einfach alles. was der Mensch so braucht :-) , ach ja Musikinstrumente aller Art finden wir übrigens auch.
Vom Taksim Platz aus sind wir erst mal in der Istiklal Caddesi shoppen gegangen. Wir schaffen das auch nicht wie normale Menschen, die Straße runter auf der einen Seite und hoch wieder auf der anderen, nein… wir machen das im ZickZack-Kurs, so lange, bis uns die Füße weh tun und die Arme bis auf dem Boden hängen. Eine kleine Mittagspause haben wir der 360° Bar eingelegt bei Sushi und einem Pornstar… Cocktail :-) und dem für uns schönsten Ausblick der Stadt.
Den Rest der Stadtbesichtigung haben wir im Gegensatz zu allen anderen Istanbul-Besuchen mit dem Auto erledigt. Unser nächstes Ziel war Ortaköy. Hat sich richtig gelohnt. Dort haben wir sogar eine “Tiefgarage” gefunden. Das witzige bzw. auch praktische an den Tiefgaragen in der Türkei ist, dass man nicht nur sein Auto einfach am Eingang abgeben kann und die Garage noch von einer Straße durchquert wird, sondern dass auf Wunsch das Auto auch noch gewaschen wird. Geht man also z.B. zum Sightseeing und kommt dann wieder zurück, ist das Auto blitz blank geputzt. Keiner muss doof samstags irgendwo warten und jeder ist zufrieden, voll toll.
Ach ja, wo wir gerade bei dem Thema Autoverkehr sind, müssen wir darüber auch in einem extra Abschnitt berichten. Einen Blinker braucht man eigentlich nicht, auch nicht dann, wenn man einen Bus fährt. Das ganze macht jeden auch irgendwie entspannter, weil keiner das Gefühl hat, dass sich jetzt schnell jemand einfädeln will. Das Einfädelsystem der Türkei ist einfach das Beste. Eine Spurenabgrenzung (die Linien auf der Straße) braucht man auch überhaupt gar nicht, wir wundern uns eigentlich, dass die Autos noch nicht übereinander fahren können. Jeder vorhandene Platz wird optimal ausgenutzt. So werden aus zwei Spuren, manchmal bestimmt auch vier oder fünf + – :-) . Emre’s bester Spruch des Tages gestern: Katrin, komm’, wir geh’n da vorne hin, da ist ein Zebrastreifen… Meine Antwort: ich würde sagen, wenn wir da drüber geh’n, bedeutet das für uns den sicheren Tot…. wir haben ihn tatsächlich überquert und leben noch :-) – Zebrastreifen gibt es hier zwar, aber ich weiß eigentlich nicht warum. Zum Thema mehrspurige Kreisel gibt’s auch viel zu berichten, aber das sprengt hier leider den Rahmen :-) – da geh’n aber auch noch Füßgänger drüber, auch nach dem Motto, bloß möglichst jeden Platz nutzen.